Selbstwertgefühl stärken: Von negativen zu positiven Glaubenssätzen in 3 Schritten

Selbstwertgefühl stärken: Von negativen zu positiven Glaubenssätzen in 3 Schritten

Negative Glaubenssätze machen Dich unglücklich- weg damit!

 

Wenn Maren den Raum betritt, wird sie angeschaut.

Vielleicht zunächst aus dem Augenwinkel.

Irgendetwas an ihr passt nicht zusammen.

Also schaut man wieder hin.

Dieses Mal etwas genauer.

 

Das Gesicht dieser Frau ist ungeschminkt, aber trotzdem sehr hübsch und jugendlich.

Die braunen Haare hat sie hochgesteckt.


Keine Lust oder keine Zeit, den Artikel zu lesen? Dann höre ihn doch einfach:

Sichere Dir hier Deine Arbeitsblätter, bevor Du mit dem Hören startest:

 


Sie bewegt sich langsam. Mit Bedacht.

Ihr Blick ist leicht gesenkt.

Wenn man ein bisschen weiter an ihr herunterschaut, fällt sofort auf, was da nicht zusammenpassen will:

 

Ihr Gesicht ist das einer 20-25-Jährigen, aber ihre Kleidung könnte sie sich von ihrer älteren Schwester geborgt haben.

Ihrer viel älteren Schwester.

Oder ihrer Mutter.

Eine Mutter, die entweder keinen Geschmack hat oder einfach auf lange Wollröcke in mausgrau steht…

 

Warum zieht sich eine junge Frau so an?

 

Erklärungsversuche:

Sie hat immer kalt und Wolle wärmt so gut. –>möglich…

Sie näht und färbt ihre Kleidung selbst mit Naturfasern und –farben und hatte nicht mehr ausreichend schwarze Farbe. –>Mh, eher unwahrscheinlich…

In dieser Kleidung fällt sie am wenigsten auf. –>nicht schlecht- wir kommen der Sache näher.

 

Hast Du eine Vermutung?

 

Der Ursprung ist Dir bestimmt nicht unbekannt…

 

Gehen wir mal ein bisschen zurück in Vergangenheit von Maren, damit wir die Situation besser verstehen.

 

 

Maren wollte sich in ihrer Pubertät genauso kleiden wie ihre Freundin Katja.

Katja trug sehr gerne kürzere Röcke und eine Strumpfhose darunter.

Manchmal ließ sie die Strumpfhose auch weg.

 

Während Maren´s Kleider noch von ihrer Mutter ausgesucht wurden, bestimmte Katja weitestgehend selbst, was sie anzog.

Sehr gerne hätte sie Maren auch mal einen Rock ausgeliehen…

 

Für Maren begann eine schwierige Zeit, denn sie hatte folgendes verinnerlicht:

 

„Ich sollte mich nicht so freizügig anziehen.“

„Ich darf nicht (unangenehm) auffallen, sonst ist meine Mutter böse.“

 

Woher kommen diese Glaubenssätze?

Selbstwertgefühl stärken: Von negativen zu positiven Glaubenssätzen in 3 Schritten

 

Dahinter stecken Sätze, die sie von ihrer Mutter gehört hat:

 

„Ein braves Mädchen zieht sich aber nicht so an!“

„Mach Deiner Mutter keinen Kummer!“

„Das sieht billig aus- so gehst Du nicht aus dem Haus!“

 

Sie würde ja so gerne, aber…

 

Maren spielte wirklich mit dem Gedanken, sich einen Rock von Katja auszuleihen, aber als Konsequenz hätte sie den Zorn ihrer Mutter auf sich gezogen.

 

Wahrscheinlich hatte ihre Mutter ja auch Recht…denkt sie…

 

Sie ist durch die Wirkung dieser Sätze also in ihrem aktuellen Leben beeinflusst und begrenzt worden.

 

Wir sehen sie auf dieser Feier in ihrer hochgeschlossenen Bluse und dem langen Wollrock und wir wollen am liebsten hingehen und sie an der Hand nehmen und sagen:

 

„Befreie Dich von diesem alten Ballast! Zieh Dir doch was Flotteres an…“

 

Es ist also an der Zeit zu entrümpeln!

Und damit meine ich nicht primär Maren´s Kleiderschrank, sondern ihre Gedanken und Werte!

 

 

Was lernst Du in diesem Artikel?

 

  • Deine Lebens- und Benimmregeln kennen- Deine Glaubenssätze und Sprüche.
  • Wie Du sie so umformulieren kannst, dass sie positiv werden und für Dich passen.

 

Du brauchst hierzu wirklich Geduld und auch ein bisschen Zeit.

 

Eine große Hilfe sind meine Arbeitsblätter, die Du Dir kostenlos herunterladen kannst.

Am besten, druckst Du sie Dir aus, bevor es weitergeht!

 

 

Hol Dir hier Deine Arbeitsblätter:

 

 

3 Schritte von negativen zu positiven Glaubenssätzen, die Dein Selbstwertgefühl stärken werden

1. Schritt: Sammeln

 

Verschiedene Sätze haben verschiedene Phasen in Deinem Leben geprägt.

 

Hier eine kleine Auswahl:

  • „Sei fleißig!“Selbstwertgefühl stärken: Von negativen zu positiven Glaubenssätzen in 3 Schritten
  • „Ohne harte Arbeit erreichst Du nichts im Leben.“
  • „Wenn Du nicht brav bist, dann bin ich sehr enttäuscht von Dir.“
  • „Bring gute Noten mit nach Hause, dann bin ich stolz auf Dich.“
  • „Nimm Rücksicht auf Deine kleine Schwester.“
  • „Fang keinen Streit an.“
  • „Du musst erfolgreich sein.“
  • „Du musst schlank sein.“
  • „Du musst Verantwortung für das Gelingen Deiner Partnerschaft übernehmen.“

 

Diese Sätze fangen häufig mit

„Du sollst/ solltest“,

„Du musst/ müsstest“ an.

 

Wenn es Dir schwerfällt solche Sätze aus Deiner Vergangenheit zu finden, wie wäre es dann damit ein paar Sprüche zu klopfen? 😉

 

  • „Morgenstund hat Gold im Mund.“
  • „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen.“
  • „Ohne Fleiß kein Preis.“
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

 

 

Du findest sicherlich mehr als 7 Sätze und/ oder Sprüche.

Aber 7 sollten zuerst mal reichen 😉

Fülle nun Arbeitsblatt Nummer 1 aus mit 7 Deiner gesammelten Glaubenssätzen/ Sprüchen.

 

 

2. Schritt: Analysieren

 

Welche Glaubenssätze haben heute noch Bedeutung für Dich?

 

Jetzt folgt die Arbeit:

 

Beobachte 7 Tage lang, welche der Sätze noch Auswirkung auf Dein Leben haben.

 

  • Am Arbeitsplatz.
  • In der Partnerschaft.
  • Im Umgang mit Deinen Kindern.
  • In der Familie oder bei Freunden.
  • In der Freizeit.

 

Welche Gefühle lösen sie aus?

Wen siehst Du vor Dir? Wer hat diesen Satz häufiger benutzt?

Wer hat ihn zu Dir gesagt?

Behindern oder stören Dich diese Sätze?

Helfen sie Dir vielleicht?

 

 

Welche Emotionen sind also damit verbunden?

–>Kreuze 🙂 oder 🙁 auf dem ersten Arbeitsblatt an.

 

Deine Arbeitsblätter bekommst Du hier, wenn Du sie noch nicht angefordert hast:

 

 

3. Schritt: Umformulieren

 

Nach einer Woche holst Du die aufgeschriebenen Sätze und Sprüche hervor und liest sie laut.

 

 

Nimm Dir nun die für Dich negativen Sätze vor und formuliere sie um:

 

z.B. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ in „Ich darf auch mal faul sein.“

„Nimm Rücksicht auf Deine kleine Schwester.“ in „Ich will nicht immer Rücksicht auf meine kleine Schwester nehmen.“

 

Beginne die Sätze mit:

 

Ich will…

Ich darf…

Ich will nicht…

 

Diese Übung hat es in sich! Aber glaube mir- es lohnt sich sehr!

Am meisten Überblick hast Du mithilfe meiner Arbeitsblätter:

 

 

 

Positive Glaubenssätze stärken Dein Selbstwertgefühl

 

Du solltest am Ende 7 positive Glaubenssätze haben.

Diese kannst Du auf dem zweiten Arbeitsblatt notieren.

 

Dieses Blatt hängst Du z.B. an Deinen Spiegel, Kühlschrank, an die Tür, an Deine Garderobe oder wo Du es sonst am besten siehst.

 

Jeden Morgen liest Du sie laut vor!

 

 

Du verankerst sie so und wirst recht bald feststellen, dass Dir das verdammt gut tut 🙂

 

Nach einiger Zeit kannst Du Dir dann weitere negative Sätze oder Sprüche vornehmen und diese nach dem gleichen Prinzip umformulieren.

 

Falls Du noch Inspiration brauchst- hier ein paar Beispiele für positive Glaubenssätze:

 

„Ich darf so sein wie ich bin. Es ist gut so.“

„Ich will immer gut für mich sorgen.“

„Ich will nicht ständig immer nur an Andere denken müssen.“

 

Du kannst die Sätze auch ohne „Ich darf“, „Ich will“ oder „Ich will nicht“ formulieren.

Hauptsache positiv! 😉

 

„Ich bin es wert geliebt zu werden.“

„Ich beschließe all die Freude in mein Leben zu lassen und es zu genießen.“

„Ich bin glücklich, ich selbst zu sein.“

„Es ist wunderbar eine Frau zu sein.“

 

 

 

 

Wie würde diese Übung bei unserer Maren aussehen?

 

Als Beispiel nehmen wir den Satz ihrer Mutter:

 

„Ein braves Mädchen zieht sich aber nicht so an!“ in „Ich will mich so anziehen, wie ich will.“

oder vielleicht auch:

 

„Ich will kein braves Mädchen mehr sein.“

 

 

Maren fühlt sich durch die Umformulierung schon befreiter.

Natürlich ist es für sie schwierig, ihren Kleidungsstil zu ändern und dieses alte Muster loszulassen.

 

Sie kennt es ja nicht anders.

Aber sie hat einen ersten Schritt getan und ergründet, warum es ihr so schwer fällt, sich so anzuziehen, wie es ihr eigentlich gefällt.

 

Sie hatte diese Sätze so sehr verankert, dass sie für sie eine Art „Gesetz“ darstellten.

 

 

Wie kannst Du weitermachen?

 

Du kannst Dir die Arbeitsblätter immer wieder ausdrucken und die Übung nochmals durchgehen.

Ich rate Dir dazu, es mehrmals zu machen, denn wahrscheinlich hast Du mehr als 7 negative Glaubenssätze oder Sprüche, die Dich in Deinem Leben beeinträchtigen.

 

 

Und wenn Du gar nichts mehr findest, dann notiere Dir die positiven Sätze und freue Dich, dass Du gelernt hast Dein Selbstwertgefühl nachhaltig zu stärken.

 

Dir hat mein Artikel gefallen?

Dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen J

 

Welcher Satz ist zu Deinem „Lieblings-positiver- Glaubenssatz“ geworden und was bedeutet er für Dich?

–> schreibe es doch in die Kommentare. Das würde mich sehr interessieren!

 

 


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