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Selbstliebe – Wie Du lernen kannst, Deine Makel und Macken zu lieben

Selbstliebe – Wie Du lernen kannst, Deine Makel und Macken zu lieben

Ein Beitrag von Linda von kaleidoscopelife.de

 

Selbstliebe ist in aller Munde.

Aber was bedeutet es, Dich selbst zu lieben?

Ganz sicher hat es nichts mit einem Egotrip zu tun.

Kannst Du Dich selbst so annehmen wie Du bist, wirst Du auch in den Beziehungen mit anderen viel ausgeglichener sein. Du entwickelst mehr Mitgefühl und Dich wirft nichts mehr so schnell aus der Bahn.

 

Warum lieben wir uns nicht einfach?

Unseren Körper zu lieben, fällt besonders vielen Frauen schwer. Warum ist das so?

Schon als Kinder werden wir über unser Aussehen definiert. Süss sollen wir sein. Niedlich, die kleine Prinzessin ist allgegenwärtig und wird zum Vorbild. Adrett, wohlerzogen und nett.

Vielleicht hast Du auch mit Barbies gespielt oder Disneyfilme geschaut – welches Körperbild wird dort vermittelt?  Richtig, ein absolut unnatürliches.

Dieses Bild haben wir übernommen, denn wir wussten es nicht besser…

Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Disneyfilme und Barbies. Das ist Geschmackssache. Der Punkt ist, dass Mädchen selten beigebracht wird, dass sie so in Ordnung sind, wie sie eben sind. Unseren Müttern kann man keinen Vorwurf machen – sie haben es auch nicht anders gelernt. Wenn ich mir anschaue, in welches Rollenbild Frauen noch in den 50er und 60er Jahren gesteckt wurden, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.

Als Teenies fangen wir an, uns mit Anderen zu vergleichen. Manche machen schon die ersten Diäten. Der Druck wird grösser, dem Bild das wir als Kinder übernommen haben, zu entsprechen. Manche rebellieren auch dagegen. Nur wenige lernen in dieser Zeit sich, ihre Persönlichkeit (die eh jeden Tag eine andere ist) und ihren Körper anzunehmen.

Als Folge lehnen wir uns und unser Äußeres ab.

Oft handelt es sich dabei um bestimmte Körperteile, die wir als besonders unpassend empfinden – zum Beispiel Nase, Bauch oder Füsse. Oft können wir auch unsere Persönlichkeit nicht voll und ganz annehmen.

Mach Dir selbst nicht so viel Druck!

„Ich bin viel zu unorganisiert/sensibel/ängstlich/dick/dünn“ oder „Ich sollte viel mehr Sport treiben/Zuhören/Aufräumen“ – sicher kannst auch Du einen dieser Sätze für Dich beenden.

Es ist gut, sich selbst zu entwickeln und das, was man besser machen kann, auch zu tun. Aber es kann einen riesigen Druck erzeugen, wenn man seinen eigenen Erwartungen nicht entspricht.

Uns wird heute weis gemacht, dass wir alles aus unserem Körper machen können. Wir müssen es nur genug wollen, und dieses oder jenes essen oder nicht essen und jeden Tag diese oder jene Übungen machen. Magazine sind voll mit Diäten und Sportprogrammen. Freude sieht anders aus.

Wir muten unserem Körper viel zu. Wenn er dann nicht funktioniert, wie wir das wollen oder wie es uns versprochen wurde, kriegt er den ganzen Frust ab. Wir schimpfen, sind enttäuscht, fühlen uns schlecht.

Zusätzlich wirkt der Stress unseres Alltags auf unseren Körper ein (Was für Auswirkungen Stress auf Deine Gesundheit hat liest Du hier) und wenn er dann auch noch das tut, was er natürlicherweise tun muss – nämlich altern – sind wir entweder noch mehr am Boden zerstört oder legen uns unters Messer (oder beides).

Das klingt alles ziemlich frustrierend, oder? Und das ist es auch. Denk nur einmal kurz an die ganze Energie, die Du in irgendeiner Form schon in das „Sich-selbst-nicht-leiden-können Spielchen“ investiert hast. Ne ganze Menge? Was wäre jetzt, wenn Du diese Energie für andere Dinge übrig hättest. Dinge die Dir Freude machen. Klingt gut? Oh ja!

Was kannst Du tun, um Deine Selbstliebe zu pushen?

Denk bitte ein paar Jahre zurück.

Falls Du eines hast, nimm ein Foto von Dir zu dieser Zeit. Wähle eines, mit dem Du Dich wohlfühlst. Wenn Du möchtest, schreibe alles auf, was Du während dieser Übung fühlst.

Schau das Bild an. Nimm Dir Zeit. Was siehst Du? Hübsch oder? So jung. Knackig. Voller Energie. Und dieses Lächeln! Wie hast Du Dich damals gefühlt? Hast Du Dich wohl gefühlt in Deinem Körper? Nein? Kannst Du heute noch verstehen warum?

Mir geht es so. Ich habe mich schon sehr früh zu dick gefühlt. Als Teenie, als junge Erwachsene und auch heute noch. Mein Bauch ist immer zu rund. Und diese Speckfalten…..Es ist auch eigentlich egal was ich für ein Gewicht habe. Das Gefühl ist das gleiche.

Als ich mir einmal Fotos von mir in meinen Zwanzigern angeschaut habe, konnte ich gar nicht mehr verstehen, wie ich mich damals zu dick fühlen konnte. Gertenschlank! Eine Wahnsinnsfigur! Ich würde heute morden, um nochmal so auszusehen!

Und habe ich mich damals wohlgefühlt? Nope.

Da machte es Klick.

Langsam begriff ich es: Du wirst niemals schöner sein, als heute. Niemals besser, als jetzt. Du arbeitest seit Jahren auf ein Ideal hin, das nur in Deinem Kopf existiert und das Du niemals erreichen wirst.

Fühl mal in diesen Druck rein, in diese Last, etwas sein zu wollen, das Du nicht bist. Wie sieht ein Mensch aus, der unter solchem Druck steht? Kannst Du so Dein ganzes Strahlen von innen entfalten? Deine eigentliche Schönheit wird unter dem ganzen Gewicht Deiner Erwartungen buchstäblich erstickt. Mach Dir keine Vorwürfe, Dir geht´s wie Millionen anderer Frauen.

 

Frieden schliessen – Gönn Dir ein neues Körpergefühl

Hast Du Deinem Körper schon einmal gedankt für all das, was er schon für Dich getan hat? So unperfekt wie er Dir erscheinen mag, er ist ein Wunderwerk der Natur!

Atmung, Blutdruck, Stoffwechsel, Herzschlag – das alles tut er für Dich, ohne dass Du darüber nachdenken musst. Deine Beine und Füsse tragen Dich durch Dein ganzes Leben und Deine Hände – was sie schon alles tun und fühlen durften…

Welche Schönheit durften Deine Augen schon sehen? Was macht Musik mit Dir, wenn sie auf Deine Ohren trifft? Das alles sind Geschenke Deines Körpers an Dich!

Nimm Dir wieder etwas Zeit:

Fühl einmal wirklich in Deinen Körper hinein und danke ihm. Wunder Dich bitte nicht, wenn ein paar Tränen fliessen während der ganze Druck von Dir abfällt.

Berühre Dich. Fühl mal wie weich Deine Haut ist. Wie stark Deine Gelenke. Die Form Deines Ohrs usw.

Dein Körper ist einzigartig und wann, wenn nicht heute willst Du voll in ihm ankommen? Dein Dasein in ihm voll geniessen? Erlaube es Dir einfach!

Stell Dich nackt vor den Spiegel und mach Dir Komplimente. Wenn Dir das zu krass ist, fang erstmal nur mit dem Gesicht an. Das fühlt sich saukomisch an, aber achte mal auf Deinen Körper dabei. Er wird sich freuen, versprochen. Du fängst an zu lachen! Wie genial! Und dann schau mal, wie Du aussiehst, wenn Du lachst!

 

Was hat es Dir jemals gebracht Dich schlecht zu fühlen?

Du hast die Macht! Hör einfach auf damit!

Gewöhn Dir etwas Neues an: Lächle Dich einmal am Tag im Spiegel an. Sei nett zu Dir. Es dauert eine Zeit. Selbstablehnung kann tief verankert sein, verzweifle nicht wenn sie nicht sofort verschwindet. Es ist ein Prozess. Auch Selbstliebe kann Druck erzeugen. Lieb Dich jetzt selbst! Sofort! Das wird nicht funktionieren.

Perfektionismus ist auch eine Form der Selbstablehnung. Ich habe hier bereits einen Artikel darüber geschrieben:

http://kaleidoscopelife.de/perfektionismus/

 

Geh kleine Schritte, aber geh sie dafür täglich.

Gönn Dir und Deinem Körper etwas Gutes. Massier Dir die Füsse in der Badewanne. Oder lass Dich massieren. Mach Sport, aber nur, wenn er Dir gut tut. Geh lieber in der Natur spazieren und schau Dir ihre Schönheit an, statt Dich im Fitnessstudio zu quälen. Mal ein Bild, bastle etwas, tanz oder mach Musik. Was immer es ist, was Dich glücklich macht, tu es einfach!

Julia hat hierzu einen Artikel geschrieben: Warte nicht auf Mr. Right- 5 Tipps, wie Du selbst gut für Dich sorgst und somit Dein Selbstwertgefühl steigerst!

Da Du jetzt weniger Energie in Selbstablehnung und mehr in Selbstliebe und Selbstannahme investierst, werden sich Dir plötzlich ganz neue Dinge offenbaren.

Du wirst Deine Macken von ganz alleine mehr akzeptieren und sie vielleicht sogar in Stärken verwandeln können.

 

Much Love & Sunshine

 

Linda <3

 

War dieser Artikel hilfreich? Was hast Du beim Lesen gefühlt? Konntest Du Dich wiederentdecken?

Hast Du vielleicht eine der Übungen ausprobiert und was hat es mit Dir gemacht?

 

Schreib es mir in den Kommentaren! Ich bin schon mega gespannt 🙂

 

P.S.: Wie Du noch mehr alten Ballast loswirst und mehr zu Dir selbst findest, beschreibe ich Dir in meinem Ebook „Endlich frei! 9 Schritte in ein leichtes Leben“.

Du bekommst es geschenkt, klicke einfach auf den Link: http://kaleidoscopelife.de/ebook/

 

 

P.P.S.: Noch ein Buchtipp von mir. „Intuitiv abnehmen – Zurück zu natürlichem Essverhalten“ von Elyse Resch & Evelyn Tribole. Dieses Buch hat meine Erwartungen übertroffen. Was die Autorinnen dort beschreiben, hatte nicht nur positiven Einfluss auf mein Essverhalten und Körpergefühl, mir wurden auch in anderen Bereichen plötzlich destruktive Muster bewusst. Eine 100%ige Empfehlung

Klappentext: „Schluss mit dem Diätenwahn! Viel wichtiger sind ein natürliches Körpergefühl und Essgenuss ohne schlechtes Gewissen. Wie man ein gesundes Essverhalten ohne Zwänge entwickelt und dabei ga
nz stressfrei abnimmt, erklären die beiden Ernährungsexpertinnen in ihrem Buch. Das intuitive Schlankheitsprogramm!“
 

 

 

 

 

Über die Autorin:

Linda Mohr

Linda schreibt auf ihrem Blog kaleidoscopelife.de für mehr Selbstwert, Selbstbewusstsein und über die Reise dorthin.

Sie ist auf der Suche nach ihrem schönsten Selbst und möchte Dich mitnehmen, damit Du auch Deins findest.

Ihre Artikel inspirieren zu mehr Glück, Lebensfreude, Frieden und Freiheit.

Kaleidoscopelife ist wie das Leben. Bunt, facettenreich und nie gleich.

 

 

 

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